News Update Forks Oktober 2017

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News Update Forks Oktober 2017

Liebe bitTex Community,

der eine oder andere hat vielleicht schon etwas über die herannahenden Forks der Bitcoin Blockchain gehört. In diesem Newsletter möchten wir das Thema näher erklären und zudem auf die Weiterentwicklungen der Ethereum Blockchain (Upgrade zu Metropolis) eingehen. Zunächst aber ein paar Worte zum bisherigen Mining-Ertrag unserer bitTex-Investoren:

Bis dato haben zumindest die größeren Miningpakete unserer Investoren in der Regel ca. 50 % „Return-on-Investment“. Wir gehen davon aus, dass mit dem nächsten signifikanten ETH-Preisanstieg die Pakete zumindest den ursprünglich in bitTex investierten Betrag erwirtschaftet haben, zumal noch nicht einmal die Hälfte der Vertragslaufzeit verstrichen ist. Entgegen den späteren APOLLON-Kunden profitieren bitTex-Investoren außerdem von der zusätzlichen Gewinnbeteiligung am Unternehmen.

Metropolis – für die Massen gerüstete dezentrale Ethereum Anwendungen

Wir befinden uns mit der vollständigen Aktivierung des „Metropolis Releases“ an einem zukunftsweisenden Punkt der Ethereum Blockchain. In der Folge soll es zum einen für Entwickler einfacher werden, Smart Contracts und dezentrale Applikationen auf Basis der Ethereum Virtual Machine zu erstellen. Zum anderen soll aber auch die Nutzerseite von einer verbesserten Anwendbarkeit, sowie in weiterer Folge von einer optimierten Skalierbarkeit profitieren.

Aufgrund des Byzantium-Hardforks, welcher die erste von zwei Entwicklungsstufen des Metropolis-Updates darstellt, wurde die aktuelle Blocktime verkürzt. Das heißt, dass wegen der nun geringeren Difficulty der Miningertrag zumindest temporär ansteigt, auch wenn der Block-Reward mit dem letzten Fork von 5 auf 3 ETH reduziert wurde. Gemäß Aussagen des Ethereum-Core-Entwicklerteams wird der Mining-Schwierigkeitsgrad zwar binnen der nächsten 18 Monate kontinuierlich steigen (Difficulty Bomb), dennoch kann man davon ausgehen, dass dies mittelfristig auch einen positiven Einfluss auf den ETH-Marktpreis nimmt.

Das heißt: Byzantium bzw. die schrittweise Weiterentwicklung hin zu Metropolis kann man sich in etwas so vorstellen, wie das Update eines Betriebssystems (von einer Version zur nächsten). Aufgrund des letzten Forks werden nun binnen derselben Zeit doppelt so viele Blöcke als zuvor gemined. Auf der Kehrseite der Medaille schüttet das ETH-Netzwerk nun jedoch nurmehr 3 anstatt 5 ETH pro Block aus. Für die Mining-Difficulty, also den Schwierigkeitsgrad, (mit seiner Hashrate ETH zu erhalten) sind vor allem die Faktoren „Hashrate“ und „Blocktime“ maßgeblich. Weshalb nun wieder in etwa 30 % mehr ETH ausgeschüttet werden als bisher. Gemäß dem ETH-Entwicklerteam steigt bis zur Einführung von Proof-of-stake (etwa 18 Monate) jedoch wie schon in den vergangenen Monaten die Difficulty (Difficulty Bomb) künstlich an. Das heißt das jetzt der Mining-Ertrag in ETH zwar deutlich höher als zuletzt ist, der zukünftige Ertrag sich jedoch abhängig von der steigenden Difficulty verringert. Dieser steigende Schwierigkeitsgrad wir sich erfahrungsgemäß natürlich auf Angebot und Nachfrage, sowie in weiterer Folge auf den Preis auswirken.

Abschließend noch ein Beispiel:

  • ETH-Ertrag vor dem Fork: 5 ETH + Txs-Kosten ca. alle 30 Sekunden -> 0,167 ETH/Sek.
  • ETH-Ertrag nach Fork: 3 ETH + Txs-Kosten ca. alle 14 Sekunden -> 0,214 ETH/Sek.

Mit der Aktivierung von Metropolis kommt es außerdem zu einigen Neuerungen auf welche wir kurz eingehen möchten:

Verbesserte Light-Wallets

Auf Anwenderseite soll Metropolis vielseits nutzerfreundlicher werden als es Homestead zuvor war. Das impliziert neben einer verbesserten User-Experience auch die einfache Handhabung der Benutzeroberflächen – beispielsweise jener von Lightwallets und Multi-Signatur-Wallets (Multisig). So soll es den Nutzern auf einfache Art und Weise möglich sein Smart Contracts zu erstellen bzw. zu nutzen, ohne jedoch einen Full-Node mit der gesamten Blockchain herunter zu laden. Das heißt, dass zukünftig von verschiedener Seite Lightwallets bzw. Multisig-Wallets angeboten werden, welche nutzerfreundliche Funktionalitäten integrieren.

Zero Knowledge Proofs

Ähnlich wie Zcash und DASH wird es bei Ethereum zukünftig möglich sein optional auch anonyme Transaktionen durchzuführen. Hierbei sind zwar Transaktionseingänge bzw. Transaktionsausgänge ersichtlich. Jedoch wird man bei privat gesendeten Transaktionen nicht einsehen können, von wo aus welche Überweisung wohin ging.

Zusätzliche Programmiersprachen

Auf Entwicklerseite soll es zukünftig leichter möglich sein dezentrale Applikationen, sogenannte DAPPs für die Ethereum Virtual Machine zu entwickeln. Diesbezüglich werden mit Metropolis Programmiersprachen zu Solidity hinzukommen (z.B. VIPER). Mit dem Update sollen zudem verschiedenste Punkte optimiert werden (Lösung gegen Speicherüberlastung, negative Zahlen zur Berechnung, leichteres Aufspüren von Fehlerquellen), so dass z.B. auch der Gas-Price (Transaktionskosten) eines Smart Contracts vorab genau berechnet werden kann, bzw. die Smart Contracts zusätzlich dazu passende Rückgabewerte liefern können.

Metropolis-Skalierungsschritte „Sharding, Raiden & Plasma“

Metropolis soll neben verschiedenen grundsätzlichen Neuerungen u.a. mit Raiden und Plasma zwei Skalierungs-Systeme integrieren, mit dessen Unterstützung die Ethereum-Blockchain künftig eine viel größere Datenmenge bewältigen soll als bisher möglich. Die Optimierung der Transaktionsgeschwindigkeit ist hierbei ein wesentliches Thema für alle Kryptowährungen.

Erwartet wird das per Q1/Q2-2018 eine erste nutzbare Beta-Version des Raiden Networks veröffentlicht wird. Hierbei handelt es sich um das Bitcoin Ponton zum Lightning Network. Es wird also zukünftig möglich sein neben der ETH-Haupt-Blockchain eine Vielzahl von kleineren Channels zu nutzen. Hierbei ist es möglich diese Channels miteinander interagieren zu lassen, weshalb in diesem Zusammenhang oftmals auch Begriffe wie Sidechains & Multichains in den Raum gestellt werden. Tatsache ist jedoch, dass es mit Hilfe des Raiden Networks möglich wird ein Vielfaches des derzeitigen Ethereum Transaktionsvolumens zu einem Bruchteil der Kosten zu transferieren. Dadurch wird es möglich komplexe, in unser tägliches Leben eingeflochtene Smart Contracts für einen Bruchteil der bisherigen Kosten zu transferieren.

Ethereum versucht zudem mit „Plasma“ den technologischen Vorsprung weiter auszubauen. Konkret entstehen bei der Handhabung von Plasma neben der Hauptchain sogenannte Side-Chains, welche es möglich machen, binnen kürzester Zeit eine große Anzahl an Transaktionen mit geringsten Kosten zu verarbeiten. Ausgehend von einer Haupt-Blockchain mit mehreren ihr untergeordneten Neben-Ketten können mittels Plasma dann beispielsweise Smart Contracts in eine untere Hierarchieebene geschrieben und später von der „Mutterkette“ automatisch ausgeführt werden.

Der größte Vorteil dieser Konzepte ist jene beachtliche Optimierung der Transaktionsgeschwindigkeit, zumal die Blockchain nicht mehr mit unvollständigen Transaktionen „zugemüllt“ werden kann.

Ein weiteres nicht zu vernachlässigendes Thema ist jenes des Shardings: Derzeit erledigt jeder Rechner (Miner) im Netzwerk synchron dieselbe Arbeitsleistung, was zunächst zwar den Zusammenhalt des Netzwerks stärkt, langfristig aber wenig effektiv ist. Für Metropolis ist daher angedacht die zu erledigenden Aufgaben in Arbeitspakete sogenannte „Shards“ aufzuteilen. Miner verifizieren daraufhin nicht mehr alle einzelnen Transaktionen, sondern sind den jeweiligen dezentralen Gruppen zugeteilt, von wo aus die jeweiligen Shards effizienter abgearbeitet werden. Auch wenn einige Zeit benötigt wird bis das „Sharding“ in ausgereifter Form in Betrieb genommen werden kann, so soll dies eine Performanceverbesserung des Netzwerks positiv beeinflussen und langfristig einen relevanten Schritt in Richtung unbegrenzter Skalierbarkeit darstellen.

Bitcoin – es folgt der nächste Fork

Viele Leser werden sich an vergangenen August zurück erinnern, als uns der letzte Bitcoin-Fork ereilte. Damals spaltete sich die Bitcoin Blockchain in jene des Kern-Entwicklungsteams und jene von Bitcoin Cash. All jene Wallets welche zum Zeitpunkt des Hard-Forks über Bitcoin verfügten (z.B. Wallet mit Private Key in eigenen Händen) erhielten kostenlos in gleicher Anzahl Bitcoin Cash gutgeschrieben.

Doch die Implementierung von SegWit (welche den vorherigen Fork – Gabelung der Blockchain auslöste) zieht nun einen weiteren Fork der Bitcoin Blockchain mit sich nach. So sorgt per Mitte November das Segwit 2x Update (mit der Blocksize-Vergrößerung von einem auf zwei Megabyte) erneut für Aufregung und spaltet die Bitcoin-Community. Auch diesmal gibt es unterschiedliche Personengruppen welche sich für bzw. gegen eine Verdoppelung der Blocksize (Größe der Blockchain) aussprechen. Ohne hierbei vorzeitig Stellung zu den möglichen Alternativen zu beziehen, empfehlen wir euch das Thema ein wenig näher anzusehen, um selbständig eine Entscheidung zu fällen. Ähnlich wie beim vergangenen Fork, werden auch diesmal all jenen Bitcoin-Adressen neue Token gutgeschrieben, welche bereits vor dem Fork Bitcoin gehalten haben.

Damit noch nicht genug geforked – im Grunde ist es aus technischer Sicht jedem möglich eine Abspaltung einer originalen Blockchain zu erwirken. Von dieser Möglichkeit macht u.a. eine Entwicklergruppe Gebrauch und bringt kommende Woche im Anschluss mit einem zusätzlichen Bitcoin Fork die neue Bitcoin Variante „Bitcoin Gold“ heraus. Die Besonderheit ist, dass dieser Coin (der die gleiche Vergangenheit wie die BTC Blockchain besitzt) anstelle von ASICs mittels Grafikkarten gemined werden soll. Ob diese Bitcoin-Abspaltung tatsächlich Sinn macht bzw. jemals an Relevanz gewinnen wird ist heute noch unklar. Als Mining-Unternehmen werden wir die Geschehnisse von der ersten Reihe aus beobachten und sind erstmals gespannt über die Reaktionen der Community und den zukünftigen Entwicklungen.

Ähnlich wie schon bei Bitcoin Cash bzw. SegWit 2x entsteht auch beim Bitcoin Gold Fork ein neuer Coin, wobei dieser an jene Adressen verteilt wird, welche schon zuvor (Zeitpunkt der Gabelung der Blockchain) Bitcoin gehalten haben.

Da nicht gänzlich geklärt ist, wie ausgereift die Replay-Protection (Trennung der beiden Blockchains) von Beginn an sein wird, ist zu empfehlen direkt nach dem Fork einstweilig keine Transaktionen vorzunehmen bzw. das Thema (Replay Protection) sich näher zu Gemüte zu führen. Es ist derzeit noch sehr schwer vorher zu sagen, ob und in wie fern die neuen Token in Zukunft eine Bedeutung haben könnten und wie sich die Lage entwickeln wird.


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